Gemeinderat Welden - An Feuerwehrautos nagt der Zahn der Zeit
(Artikel Augsburger Allgemeine 17.12.2009 von Ulrike Hauke)

 Zum wiederholten Mal standen die energetische Sanierung und der Umbau des Weldener Rathauses auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Jetzt erläuterte Bürgermeister Peter Bergmeir den Räten die zwischenzeitlich vergebenen Aufträge. So wurden zum Beispiel Brandschutztüren für fast 7900 Euro bestellt. Kostengünstiger als gerechnet wurde die kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage geordert. Bergmeir dazu: „Wir haben mit knapp 30 000 Euro gerechnet, jetzt haben wir einem Angebot von rund 23 500 Euro den Zuschlag gegeben.“ Für Nacharbeiten an der Wärmedämmung rechnet Bergmeir mit rund 2700 Euro.
Ein gewichtiger Kostenfaktor sind Trockenbauarbeiten von rund 16 900 Euro. Weiter habe man Kleinarbeiten im Wert von rund 6800 Euro vergeben. Zu den Bodenbelägen, den Malerarbeiten im Innenbereich und den EDV-Elektroleitungen sagte der Bürgermeister, man habe sich im Bauausschuss auf eine 50/50 Regelung geeinigt, die man nun der VG Welden als Mieterin vorschlagen wolle. Bergmeir erklärte: „Diese Arbeiten wären auch ohne den Umbau angefallen und hätten daher vom Mieter, also der VG, getragen werden müssen.“

Rund 25 aktive Feuerwehrler begleiteten ihren Kommandanten Markus Poll in die Sitzung. Er stellte dem Gemeinderat mit einer Präsentation die momentane Fahrzeugsituation der Feuerwehr vor. „Unser ,jüngster‘ Einsatzwagen ist bereits 17, das älteste Fahrzeug 38 Jahre alt.“ Man brauche innerhalb der nächsten vier Jahre wenigstens zwei neue Einsatzwagen, um effektiv und sicher arbeiten zu können, betonte Poll. Die Feuerwehr Welden rücke ja nicht nur innerhalb der Gemeinde aus, sondern bei schweren Unfällen oder großen Einsätzen auch in der gesamten VG oder gar weiter.

Das vorgestellte Konzept sollte für den Gemeinderat auch eine finanzielle Planungssicherheit beinhalten. Abgesprochen habe Poll das Konzept mit Kreisbrandrat Georg Anzenhofer vom Landratsamt Augsburg.

Bergmeir bemerkte zum Feuerwehrbedarf, man erkenne die Notwendigkeit und wolle das vorgestellte Konzept in die künftigen Haushaltsberatungen für 2010 aufnehmen. Jedoch: „Wir sprechen hier gleich von mehreren Hunderttausend Euro, die da auf uns zukommen. Deshalb werden Entscheidungen sehr von der zukünftigen finanziellen Situation der Gemeinde abhängen.“ Es müsse gut überlegt sein, in welchem Zeitrahmen Investitionen dieser Größenordnungen getätigt werden könnten, so der Bürgermeister.