Erste 24-Stunden-Übung am 01./02.09.2007
14 Einsätze in 24 Stunden für die Jugendlichen

In einer Übung über 24 Stunden deren Szenario von Jugendleiter Martin Schuster seit Mitte Mai geplant wurde zeigten 25 Feuerwehrfrauen- und -männer - unter ihnen auch eine Mannschaft der Helfer-vor-Ort (HVO) - ihr Können in den unterschiedlichsten Situationen. Ziel der Übung war es unter realistischen Bedingungen bis dahin unbekannte Aufgaben zu bewältigen.

Die Gruppen der Jugendlichen wurden zu Zeitpunkten die nur dem Übungsleiter und seinen Helfern bekannt waren alarmiert und erfuhren auch erst dann den Grund des Einsatzes. Zum Warmlaufen galt es beim ersten Alarm eine Ölspur zu beseitigen, was auch mit aller Routine erledigt wurde. Dann ging es Schlag auf Schlag und in halbstündigem Rhythmus folgte eine Alarmierung nach der anderen. Im ehemaligen Feuerwehrhaus musste die Atemschutzgruppe im vernebelten Gebäude angebranntes Essen vom Herd nehmen, während am Ortsrand von Welden ein Schutthaufen lichterloh brannte und gelöscht werden musste.

Die knifflige Aufgabe, eine Person aus einem Schacht des Hochwasserdammes am Hutgraben zu bergen wurde mit Beteiligung der HVO angegangen, da der Verwundete bei seinem Sturz in den zehn Meter tiefen Schacht sehr schwere Verletzungen erlitten hatte.

Im Laufe des Tages musste auf der Strecke der Welden-Bahn ein gestürzter Radler versorgt werden, bei einem anderen Szenario hatte sich ein Waldarbeiter mit seiner Motorsäge schwer verletzt und dann wurden Helfer vor Ort zu einem Patienten mit Herzinfarkt gerufen. Es galt zu reanimieren. Bei jedem Alarm stürmten die angeforderten Gruppen zu ihren Fahrzeugen und waren innerhalb kürzester Zeit unterwegs.

Papierkorb vor der Hauptschule brennt. Doch die größte Aufgabe wartete auf die komplette Mannschaft als es Mittags erst noch scheinbar harmlos hieß: "Brand eines Papierkorbes vor der Weldener Grund- und Hauptschule". Dass es sich dabei um eine Großeinsatzübung der Feuerwehren aus dem Bereich des Holzwinkels handelte, konnte niemand ahnen. Auch das Bayerische Rote Kreuz und ein Drehleiterfahrzeug der Neusässer Wehr waren dabei.

Ernst Saule, der diesen Einsatz im Detail entworfen hatte, brannte ein wahres Feuerwerk an Aufgaben ab und brachte damit die Rettungskräfte an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit. Der Papierkorbbrand breitete sich schnell aus, so dass auch das Schulgebäude in Mitleidenschaft gezogen wurde. Bei einer fiktiven Verpuffung von hochentzündlichem Material wurden etwa 15 Kinder verletzt.

Der Umstand, dass zeitgleich das Spielmobil des Kreisjugendrings hier Station machte nutze Saule und ließ nach Absprache mit den Verantwortlichen die Kinder zu "Opfern" schminken. Als dann die Einsatzleitung massive Unterstützung nachfordern musste rückten sie an, die Wehren aus Adelsried, Bonstetten, Emersacker, Lauterbrunn, Neusäß und unter Leitung von Markus Beck das "Schnelle Einsatzteam" des BRK, die sogleich ihr Notfallzelt am Sammelplatz für die Verletzten aufbauten.

Nach 90 Minuten Dauereinsatz konnten die Verantwortlichen melden, dass alle Verletzen versorgt und der Gebäudebrand erfolgreich bekämpft war. Für die Weldener ging es aber noch weiter, bis in die frühen Morgenstunden wurden sie noch zu drei weiteren Einsätzen gerufen. Nach dieser Anstrengung waren alle stolz, die 24-Stunden-Übung gemeistert zu haben, aber sie waren auch froh, dass die Zeit der Anspannung vorbei war.

 

Bei der 24-Stunden-Übung kam es auch zum fiktiven Großeinsatz an der Weldener Schule. Die Rettungskräfte der Holzwinkelfeuerwehren und der Schnellen Einsatztruppe des BRK mussten „verletzte“ Kinder versorgen.

Text und Bilder wurden uns freundlicherweise von unserem Kameraden Günter Lewentat zur Verfügung gestellt.  

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